BI Schildgen

Im Ortsteil Schildgen sollen 4 neue Flächen ausgewiesen werden. 21,3 Hektar neues Wohnbauland, würde wie bei einer dichten Wohnbebauung mehr als 1000 neue Wohneinheiten bedeuten. Deshalb soll auch die Fläche „Sc16d“ aus dem Flächennutzungsplan gestriechen werden.

Quelle: Stadt Bergisch Gladbach

Die Fläche „Sc16d“ liegt am Odenthaler Marktweg im östlichen Teil von Schildgen und umfasst eine Fläche von 1,2 Hektar. Die Fläche steht im Osten unter Landschaftsschutz und besteht aus ökologisch wertvollem Grünland. Sie weist zudem sehr schützenswerte Böden auf, die nicht kompensierbar sind.

Aufgrund der ungenügenden ÖPNV-Anbindung scheidet der Standort als Wohnbauland aus.

Eine wie im vorliegenden FNP-Entwurf vorgeschlagene Darstellung wird daher abgelehnt.

 

 

 

 

Eine Ausweisung der geplanten Fläche hätte neben massiven Eingriffen in den besonders schützenswerten Boden (Stufe 3) massive Auswirkungen auf die sowieso extrem angespannte Verkehrssituation im Ortsteil Schildgen.

Der Odenthaler Markweg zeigt jetzt schon erhöhte Lärmwerte (s. Lärmaktionsplan und Lärmkarten-Viewer des Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW). Das Umweltbundesamt empfiehlt als langfristiges Handlungsziel zur Vermeidung von Gesundheitsgefährdungen einen Auslösewert für den Immissionspegel Lden=55 vor.

Dieser wird bereits jetzt im Odenthaler Markweg überschritten.

  • Die Neuausweisung von Wohnbauland in Schildgen, Katterbach und Nussbaum soll auf höchstens 200 Wohneinheiten begrenzt werden.
  • Im Entwurf wird eine Neuausweisung von 21,3 Hektar Wohnbauland geplant, was bei der von der Verwaltung geforderten dichteren Siedlungsdichte wahrscheinlich über 1000 Wohneinheiten entsprechen wird.
  • Bereits bei den Erhebungen des Mobilitätskonzeptes hatte es sich gezeigt, dass die Straßen Altenberger-Dom-Straße im Bereich Schildgen sowie die Kempener- und im weiteren Verlauf die Paffrather Straße in den Hauptverkehrszeiten überlastet sind.
  • Der FNP muss für Bergisch Gladbach eine Einwohnerzahl als Ziel definieren.

Es geht um die Bedürfnisse der Gemeinde, bei uns also um die Bedürfnisse von Bergisch Gladbach. Nun müsste erst einmal geklärt werden, wie diese Bedürfnisse aussehen. Wie soll Bergisch Gladbach in Zukunft aussehen? Soll sich Bergisch Gladbach weiter durch ein Wohnen im Grünen auszeichnen oder zu einer Art dicht besiedelten Vorstadt von Köln entwickeln? Man hätte entscheiden können, das FNP-Verfahren mit dem Erstellen eines Leitbildes zu starten. Dies wurde aber nicht als notwendig angesehen, weil es bereits ein Dokument gab, das Leitbildcharakter hat. Zu Beginn der Ausschusssitzungen wurde festgelegt, dass ISEK 2030 als Leitbild gelten soll.    

Dies wird auch im FNP-Entwurf erwähnt, aber in den aktuellen Planungen nicht konsequent umgesetzt. Statt die Gelegenheit zu nutzen, die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestalten wird sich ständig verändernden Prognosen hinterhergelaufen.

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